Und zwar extra lange! War mir doch klar, dass Tante Wenja sich freut, ausschlafen zu können – drum hab ich auch erst um halb zehn meine Augen wieder aufgemacht. Erst musste ich mich etwas umschauen, aber da sah ich wieder diese grinsende Tante – und dann hab ich einfach mal zurückgegrinst!

Nach meinem Tellabrot und Milch (und einigen wilden Spielen in Tante Wenjas Zimmer und auf dem Flur) sind wir mit der Bahn (Jaaa, Eisenbahn, juchuhh!!) in die Münchner Fußgängerzone gefahren. Zuerst wollte Tante Wenja mir was zum Anziehen kaufen. Dann eine weiß-blaue Spielzeugtram. Aber wir konnten nichts Richtiges finden. Ich fand das nicht schlimm, war natürlich wieder brav, hab viel gelacht und mich gefreut, als wir danach in den Tierpark Hellabrunn gefahren sind.

Ein Mann kam noch mit, als Mazze wurde er mir vorgestellt, ein Mitschüler aus Svenjas Journalistenklasse. Für den hab ich dann mein süßestes Lächeln gezeigt und mich besonders gut benommen. Er war ganz hin und weg – tja, das ist halt mein kindlicher Charme!

Im Zoo fand ich vor allem die großen Goldfische toll – und den kleinen Baby-Affen. Vor allem, als er seine Hand gegen die Glasscheibe patschte, auf der meine lag. Das war fast, als könnte ich ihn streicheln. Ein Eis gabs dann auch noch (den Rest hab ich Tante Wenja gegeben, die sah so hungrig aus) und gerannt bin ich so viel, dass die beiden Großen kaum noch hinterher kamen. Aber ein bisschen Sport, dachte ich mir, tut denen ganz gut.

Erst nachmittags um fünf hab ich dann in der Karre ein wenig geschlummert und bin erst in der Bahn wieder aufgewacht. Hab mich natürlich wieder gefreut über die Bahn – und kaum zuhause wollte ich prompt, dass mir Ines und Tante Wenja eine Eisenbahn nach der nächsten malen. Haben sie auch, einen ganzen Papierblock voll. Hihi, was man alles mit ´nem lieben Lächeln erreichen kann…

Nachdem wir wieder gekocht haben (schon wieder Nudeln, die Tante Wenja, die kann ich um den kleinen Finger wickeln!) durfte ich in die Badewanne. Und plötzlich wurde ich sooooo müde, dass ich nach einer Geschichte schon eingeschlafen bin, um kurz nach acht.