Mo 11 Feb 2008
Und noch ein Tag im Bett
Geschrieben von Piet unter Allgemein
Jetzt haben Mama und ich schon die 2. Nacht hier auf der Kinderstation verbracht. Wieder hieß es heute morgen wecken, Fieber messen und warten, bis das Frühstück kommt. Und das tollste war, dass ich endlich von der Infusion abgestöpselt wurde. Endlich wurde uns auch das Frühstück gebracht - ich hatte doch solchen Hunger. Für mich gabs mal wieder nur eine Schonkost und als ich meinen trostlosen fast leeren Teller vor mir sah, ist mir schnell der Hunger wieder vergangen. Aber der Joghurt sah lecker aus und den habe ich dann auch zur Hälfte verputzt. Allerdings ist mir der nicht so gut bekommen….ich hatte schließlich seit fast 3 Tagen nichts gegessen
Nach dem Frühstück habe ich mit Mama wieder fleißig gespielt - Quips und Memory. Und wir haben Bücher gelesen und natürlich auch fern gesehen. Was soll man sonst schon den ganzen Tag machen, wenn man in einem Zimmer “gefesselt” ist. Zwischendurch kam dann noch der Doktor mit zwei Schwestern vorbei - Mama sagt, das nennt man Visite. Der Doktor - ach nein, es war ja eine Frau - also Frau Doktor hat mich gefragt, wie es mir geht, meinen Bauch abgetastet und gemeint, dass ich morgen nach Hause darf, wenn alles gut geht.
Nach dem Mittagessen haben Mama und ich ein kleines Mittagschläfchen gehalten und gegen 14 Uhr kam Papa dann auch schon zu Besuch - er hatte extra einen halben Tag frei genommen. Und das tollste war, dass wir gemeinsam nach draußen gehen durften. Also sind wir in den nahe liegenden Stadtpark gegangen, haben die Enten beobachtet und ja, wir haben auch noch einen Spielplatz gefunden - eine Runde rutschen, etwas klettern und balancieren und dann machten wir uns nach einer halben Stunden wieder auf den Rückweg. Gerade wieder im Zimmer angekommen, bekam ich weiteren Besuch - Stefan, ein Freund von Mama und Papa. Ich hab mich gefreut, dass sich alle so um mich sorgen und extra wegen mir hierher kommen.
Später ist Mama dann noch kurz nach Hause gefahren, um ein paar neue Sachen zu holen. Papa ist in der Zeit bei mir geblieben und hat mit mir in Mamas Bett gekuschelt. Als Mama zurück kam, gab es auch schon wieder Abendessen - und ich habe nun endlich mal etwas probiert, von dem, was mir serviert wurde. Wirklich glücklich war ich nicht damit, aber ich hatte doch solchen Hunger. Nach dem Essen durfte ich dann noch ein wenig fern sehen und dann bin ich vor Erschöpfung auch recht schnell wieder eingeschlafen.