Seit einigen Tage zähle ich nun, wie oft ich noch schlafen gehen muss, bis Oma und Opa aus Lübeck zu Besuch kommen. Heute ist es nun endlich soweit! Und da ich es kaum erwarten konnte, setzte ich mich bereits eine Stunde vor ihrem Eintreffen auf meine Fensterbank, um sie mit einem Winken zu begrüßen. Allerdings meinte Mama dann, dass ich noch etwas Zeit hätte und ich gerne noch ein wenig spielen könnte. Also habe ich dann noch ein bisschen mein Zimmer auf den Kopf gestellt, bevor ich dann gegen 11 Uhr Oma und Opa vom Fenster aus begrüßen durfte. Wie immer war die Wiedersehensfreude bei allen sehr groß. Dann gab es für die Erwachsenen noch einen Kaffee und dann machten wir uns auf den Weg in Stadt - wir hatten für heute einen Stadtbummel geplant.

Da es schneite und auch ordentlich kalt war, machen wir zunächst Halt in der Roten Straße in der Weinhandlung Braasch, wo meine Eltern und Großeltern einen Punsch tranken. Gerne hätte ich das auch mal probiert, aber alle erklärten mir, dass ich das erst trinken darf, wenn ich auch erwachsen bin. Naja, warte ich halt noch ein bisschen.

Wir bummelten dann noch ein wenig durch die Geschäfte und natürlich blieben die Tasche nicht leer. Und als wir dann genug gelaufen waren, suchten wir das Vigo - eine Tapas-Bar auf. Ich war inzwischen recht müde und dementsprechend nicht mehr so gut gelaunt, aber Mama sorgte dafür, dass ich recht schnell etwas zu essen bekam. Während Oma und Opa und Mama und Papa später dann ihre Tapas genossen, bin ich durch das Restaurant geschlendert und hab sämtliche Stühle ausgetestet.

Nach dem verspäteten Mittagessen machten wir uns dann auf den Weg an die Flensburger Hafenspitze. Dort sollte ab 17 Uhr ein Osterfeuer brennen. Leider war es noch nicht so weit und es wehte ein eisiger Wind. Also beschlossen die Erwachsenen noch einen Kaffee im Bellevue zu trinken. Für mich war das kein Problem, denn dort gibt es jede Menge Spielzeug - da kommt keine lange Weile auf.

Recht püntklich wurde dann auch das Osterfeuer gezündet. Leider war es so stürmisch, dass es zunächst nur qualmte und rauchte. Also hab ich mir mit Mama Teig und einen Stock geholt und wir haben Stockbrot an einem Feuer für Kinder gebacken. Erst waren alle Kinder total begeistert, aber es dauert ja doch ein Weilchen, bis das Brot fertig gebacken ist … also saßen am Ende fast nur noch Mamas und Papas am Kinderfeuer mit den Stockbroten in der Hand :-)

Total erschöpft und völlig durchgefroren kamen wir gegen 18 Uhr nach Hause. Ich bin in meinem Buggy eingeschlafen und Mama hat mich zum Ausruhen in mein Bett gelegt. Erst zum Abendessen hat Mama mich dann wieder geweckt. Es gab ein leckeres Gericht aus dem Wok. Da ich nach meinem verspäteten Mittagschlaf recht munter war, durfte ich am Abend etwas länger aufbleiben. Für mich natürlich schön, denn so hatte ich noch ein bisschen was von meinen Großeltern - denn so häufig sind die Beiden ja auch nicht bei uns.