Heute Morgen haben Mama und ich die Brötchen zum Frühstück geholt. Nachdem wir uns dann ordentlich gestärkt hatten, fuhren wir mit dem Bus zum Alexander Platz. Dort stand er nun - der Fernsehturm, wo ich unbedingt hinauf wollte. Schnell stellten wir uns in die Warteschlange. Nach etwa 20 min konnten wir unsere Karten kaufen, erfuhren aber, dass wir mindestens noch 2,5 Studen warten müssten. Hm, was machen? Wir bummelten auf dem Alex (wie man diesen Platz hier nennt) herum.

Wir genossen den herrlichen Sonnenschein am Brunnen der Völkerfreundschaft. Dann gings zum Shoppen in ein großes Kaufhaus und glücklicherweise bekamen wir dann auch bald die SMS, die uns mitteilte, dass wir uns beim Fahrstuhl im Fernsehturm eintreffen sollten. Ich war schon ganz hibbelig und als dann endlich die Türen zum Fahrstuhl aufgingen, stürmte ich hinein. Ich setzte mich auf den Hocker, der eigentlich für den Fahrstuhlführer ist - wie Mama sagt. Aber für ihn war das kein Problem.

Das war eine ganz schön lange Fahrt und nach 40 Sekunden waren wir dann in einer Höhe von 203 m. Endlich war ich in dieser großen Kugel, was ich aber kaum glauben konnte. Aber Mama versicherte es mir immer wieder. Man, war das eine Aussicht…. alle Autos waren ganz klein wie meine Spielzeugautos.  Und einen ICE konnte ich von ganz oben auch sehen. Am liebsten wäre ich auch noch ins Restaurant gegangen, aber die Idee fand Mama leider nicht so toll. Nachdem wir uns Berlin sehr ausführlich von oben angeschaut hatten, ging es wieder 40 Sekunden mit dem Fahrstuhl nach unten. Und dann ab in die Bahn und dann in den Bus, um wieder Richtung WG zu fahren. Da das Wetter so gut war, sind wir gleich nochmal auf den schönen Spielplatz gegangen, wo wir vor zwei Tagen schon einmal waren.

Mama, Svenja und Chris machten es sich im benachbarten Biergarten gemütlich und ich probierte nach und nach alle Spielgeräte aus. Ich buddelte zusammen mit anderen Kindern, mit Mama baute ich eine Ritterburg aus Sand. Ich kletterte und rutschte durch eine Tunnelrutsche immer und immer wieder. Und an der Wasserpumpe baute ich zusammen mit vielen anderen Kindern einen langen Fluß. Ich war ganz traurig, als wir irgendwann nach Hause sollten. Aber es war wirklich schon spät geworden.